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Inhalt
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Filament richtig trocknen – Ein Leitfaden für industrielle Druckqualität

Feuchtigkeit ist der stille Saboteur hochwertiger 3D-Drucke. Selbst perfekt kalibrierte Maschinen liefern schlechte Ergebnisse, wenn das Filament zu viel Wasser gespeichert hat. Stringing, Blasenbildung, schwache Layerhaftung und instabile Bauteile sind die Folge.
Filament richtig trocknen ist deshalb kein optionaler Feinschliff – sondern eine Grundvoraussetzung für reproduzierbare, industrielle Qualität.


Warum Filament-Feuchte ein echtes Problem ist

Sobald Filament Feuchtigkeit aufnimmt, zeigt sich das beim Druck sofort – oft hörbar.

Dampfbildung und Blasen

Die im Filament gebundene Feuchtigkeit verdampft beim Extrudieren. Es entstehen Mikroblasen im Material, die die Bauteilstruktur schwächen. Das bekannte „Popcorn-Geräusch“ aus der Düse ist ein untrügliches Warnsignal.

Schwache Schichthaftung

Feuchtes Filament extrudiert ungleichmäßig. Die Layer verbinden sich schlechter miteinander – das Ergebnis sind spröde, leicht brechende Teile.

Nozzle-Verschlackung

Wasserdampf in der Düse kann Ablagerungen verursachen und im schlimmsten Fall zu Verstopfungen führen. Druckabbrüche lassen grüßen.

Materialabbau bei hygroskopischen Kunststoffen

Materialien wie Nylon (PA), PETG oder TPU nehmen besonders schnell Feuchtigkeit auf. Bleiben sie feucht, verlieren sie messbar an Festigkeit und Maßhaltigkeit.


Filament richtig trocknen: Temperaturen nach Material

Der wichtigste Grundsatz: Nicht zu heiß trocknen.
Zu hohe Temperaturen führen dazu, dass das Filament weich wird und auf der Spule verklebt.

MaterialTemperaturDauer
PLA45–55 °C4–6 Stunden
PETG55–65 °C4–6 Stunden
ABS70–80 °C4–6 Stunden
Nylon (PA)75–90 °C6–12 Stunden
TPU50–60 °C4–6 Stunden
ASA80–85 °C4–6 Stunden

Faustregel: Immer 5–10 °C unter der Glasübergangstemperatur (Tg) des Materials bleiben.


Die besten Methoden, um Filament richtig zu trocknen

Filament-Trockner – die professionelle Lösung

Dedizierte Filament-Trockner bieten präzise Temperaturkontrolle und gleichmäßige Wärmeverteilung. Hochwertige Geräte trocknen mehrere Spulen gleichzeitig und halten die Temperatur konstant.

Vorteile:
– reproduzierbare Ergebnisse
– hohe Sicherheit
– ideal für Industrie & Serienfertigung

Nachteile:
– Anschaffungskosten


Küchenofen – die pragmatische DIY-Variante

Ein Haushaltsbackofen funktioniert – erfordert aber Aufmerksamkeit.

So gehen Sie vor:

  • Ofen auf Zieltemperatur vorheizen
  • Externes Thermometer verwenden (Ofenanzeigen sind oft ungenau)
  • Spule auf ein Blech oder in eine hitzebeständige Form legen
  • Nicht direkt auf Heizelemente platzieren
  • Ofentür leicht geöffnet lassen
  • Nach 4 Stunden prüfen, ggf. weitere 4–6 Stunden trocknen

Diese Methode ist brauchbar, aber nichts für unbeaufsichtigten Dauerbetrieb.


Beheiztes Druckbett – schnelle Notlösung

Für kleinere Projekte kann auch das Druckbett helfen.

Beispiel PETG:

  • Heizbett auf ca. 65 °C
  • Spule in hitzebeständige, luftdichte Tasche oder Alufolie wickeln
  • 3 Stunden auf dem Druckbett liegen lassen

Nicht perfekt – aber besser als feucht drucken.


Best Practices für industrielle Druckqualität

Vor dem Trocknen

Filamente grundsätzlich luftdicht lagern, idealerweise mit frischem Silica-Gel. Wer richtig lagert, muss seltener trocknen.

Während des Trocknens

Temperatur immer mit separatem Thermometer überprüfen. Vertrauen ist gut – Messung ist besser.

Nach dem Trocknen

Filament sofort wieder luftdicht verpacken. Offene Lagerung macht den Effekt sonst schnell zunichte.

Optimale Lagerfeuchte:
30–40 % relative Luftfeuchtigkeit. Alles darüber wird kritisch, alles darunter ist meist unnötig.


Woran erkennen Sie feuchtes Filament?

  • Knisternde oder knackende Geräusche aus der Düse
  • Starkes Stringing und Fädenziehen
  • Matte, raue Oberflächen
  • Schlechte Schichthaftung
  • Sichtbarer Dampf beim Drucken

Merke: Wenn eines davon auftritt – erst trocknen, dann drucken.


Fazit für die Praxis

Filament richtig trocknen ist einer der einfachsten Hebel für bessere Druckqualität.
Ein kleiner Zeitaufwand spart Stunden an Fehldrucken, Nacharbeit und Frust.

Merksatz:
Wer 30 Minuten in korrektes Trocknen investiert, spart oft Tage an Fehlversuchen.

Bei Numtec Perform unterstützen wir Sie mit professioneller Beratung rund um Materialauswahl, Lagerung und industrielle 3D-Drucklösungen – praxisnah, ehrlich und ohne Material-Hype. Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Einschätzung Ihrer Anwendung.

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