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PLA vs. PETG: Welches Filament passt zu deinem Projekt?

PLA vs. PETG – zwei Filamente, zwei Philosophien

Die Frage „PLA vs. PETG?“ stellen sich täglich unzählige 3D-Druck-Enthusiasten. Beide Materialien dominieren den FDM-Markt – spielen aber klar unterschiedliche Rollen. PLA ist der Einsteiger-Liebling, PETG der belastbare Allrounder für funktionale Anwendungen. Zeit, die Marketing-Versprechen beiseitezulegen und die Fakten sprechen zu lassen.

Grundlagen: Material, Herkunft und Struktur

PLA (Polylactid) ist ein bio-basiertes Polymer aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maisstärke oder Zuckerrohr. Das macht PLA interessant für Anwender, die Wert auf eine bessere CO₂-Bilanz in der Herstellung legen.

PETG (Polyethylenterephthalat Glykol-modifiziert) ist petroleum-basiert, dafür aber mechanisch deutlich robuster.

Der strukturelle Unterschied ist entscheidend:
PLA besitzt eine stärker kristalline Struktur, PETG ist amorpher. Genau das erklärt die Unterschiede bei Zähigkeit, Temperaturbeständigkeit und Bruchverhalten – und warum PLA vs. PETG keine Geschmacksfrage, sondern eine Anwendungsentscheidung ist.

Festigkeit und Haltbarkeit: PETG spielt seine Stärke aus

In Sachen Belastbarkeit gewinnt PETG klar. PLA ist für dekorative und leicht belastete Teile ausreichend, neigt aber unter Stoß- oder Dauerlast zu Rissen.

PETG hingegen hält Zugkräfte von bis zu ca. 2.100 Newton aus und verformt sich unter Last, statt spröde zu brechen. Der entscheidende Kennwert hier ist die Bruchdehnung:

  • PLA: ca. 1,9–4 %
  • PETG: ca. 120–130 %

Kurz gesagt:
PLA bricht – PETG biegt sich. Für Halterungen, Clips oder funktionale Bauteile ist PETG deshalb die sichere Wahl.

Wärmefestigkeit: Kleine Zahlen, großer Unterschied

Merke dir diese Temperaturbereiche:

  • PLA: Erweichung ab ca. 60 °C, Versagen ab ~65 °C
  • PETG: Erweichung ab ca. 80 °C, Versagen ab ~85 °C

Dieser Unterschied ist in der Praxis enorm. PLA-Bauteile verformen sich zuverlässig im Sommerauto oder nahe Wärmequellen. PETG hält deutlich länger durch – ideal für Maschinenumgebungen, technische Anwendungen oder Bauteile mit Wärmeeinwirkung.

UV- und Witterungsbeständigkeit: Outdoor = PETG

Im direkten Sonnenlicht verliert PLA schnell an Qualität: Es wird matt, spröde und porös. PETG bietet eine deutlich bessere UV-Beständigkeit und ist damit klar im Vorteil für Außenanwendungen.

Auch chemisch ist PETG überlegen. Es widersteht Ölen, Säuren und Laugen wesentlich besser als PLA. Sobald Chemikalien im Spiel sind, ist PLA keine Option mehr.

Druckbarkeit: PLA ist der entspannte Einstieg

Beim Thema PLA vs. PETG gewinnt PLA eindeutig bei der Druckfreundlichkeit:

  • Drucktemperatur: ca. 190–210 °C
  • Geringes Warping
  • Gute Layerhaftung
  • Verzeiht Anfängerfehler

PETG verlangt mehr Kontrolle:

  • Drucktemperatur: ca. 220–260 °C
  • Heizbett: 70–90 °C
  • Lüfter meist reduziert (30–50 %)
  • Langsamer Druck, feinere Einstellungen

Zusätzlich ist PETG hygroskopisch und nimmt Feuchtigkeit auf. Ungetrocknetes PETG führt zu Stringing und porösen Bauteilen. PLA ist hier deutlich toleranter – ein klarer Vorteil für Einsteiger oder feuchte Umgebungen.

Oberfläche und Nachbearbeitung

PLA punktet mit einem natürlicheren Glanz und einfacher Nachbearbeitung. Schleifen, Lackieren und Polieren funktionieren problemlos. PETG wirkt funktionaler und etwas „technischer“, ist aber weniger dankbar beim Finish.

Die Faustregel:

  • PLA: bessere Optik ohne viel Aufwand
  • PETG: bessere Funktion ohne Drama im Einsatz

Kosten: Kein Dealbreaker

Preislich liegen beide Materialien nah beieinander:

  • PLA: ca. 12–20 €/kg
  • PETG: ca. 15–25 €/kg

Für Einzelteile kaum relevant, bei Serienfertigung aber ein Faktor. Dennoch sollte der Einsatzzweck wichtiger sein als der reine Materialpreis.

Nachhaltigkeit: Der ehrliche Blick auf PLA vs. PETG

PLA gilt als „grün“ – aber mit Einschränkungen. Es ist nur unter industriellen Kompostierungsbedingungen biologisch abbaubar. In der Natur, im Hauskompost oder auf der Deponie passiert… nichts.

PETG ist petrochemisch, hält dafür deutlich länger. Ein Bauteil, das 10 Jahre genutzt wird statt nach 2 Jahren ersetzt werden muss, spart am Ende oft mehr Ressourcen.

Die ehrliche Wahrheit: Nachhaltigkeit entsteht eher durch weniger Ausschuss und langlebige Bauteile als durch die reine Materialwahl zwischen PLA vs. PETG.

Entscheidungshilfe: Welches Filament passt?

Wähle PLA, wenn …

  • Optik im Vordergrund steht
  • du Anfänger bist
  • das Teil kaum belastet wird
  • schnelle, saubere Drucke gefragt sind

Wähle PETG, wenn …

  • das Bauteil funktional arbeiten muss
  • Hitze, UV oder Chemikalien auftreten
  • Stoß- oder Dauerlasten relevant sind
  • Outdoor-Einsatz geplant ist

Fazit: PLA vs. PETG – besser ist die falsche Frage

PLA vs. PETG ist kein Wettbewerb, sondern eine Zuordnung. PLA ist ideal für Design, Prototypen und dekorative Anwendungen. PETG ist das Material für alles, was im Alltag funktionieren muss.

Unser Rat aus der Praxis: Drucke kritische Teile einmal in beiden Materialien. Die zusätzliche Zeit kostet weniger als ein Bauteil, das im Einsatz versagt.

Numtec-Perform – Additive Manufacturing & Carbon Composites.
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